Martys Anekdoten – 9 – Den Mund zu voll genommen

„Wie fange ich denn an?“ Fragend sah Marty Daniel an.

„Du machst den Mund ganz weit auf, ungefähr so“, antwortete dieser und riss den Mund so weit auf wie er konnte.

„Und dann?“

„Reinschieben und versuchen den Würgereiz zu unterdrücken.“

„Würgereiz?“ Marty schaute unbehaglich.

„Ja, wenn die Spitze den Zäpfchen trifft, könnte dir das Mittagessen wieder hochkommen.“

„Ist auch ziemlich lang …“

„Hey, kneifen gilt nicht, du hast den Vorschlag gemacht, komm mach schon, ist ja nicht hart und gibt auch nach.“

„Nachher bekomme ich keine Luft mehr.“

„Macht gar nichts, du bist ein Engel und kannst nicht ersticken.“

„Hast du es schon ausprobiert?“ Marty überlegte warum er bloß diesen dummen Vorschlag gemacht hatte.

„Nein, muss ich nicht haben.“ Daniel schüttelte den Kopf, dass wollte er auf keinen Fall ausprobieren.

„Ich glaube, mein Mund ist nicht groß genug“, versuchte Marty sich rauszureden.

„Hey, das gilt nicht, ich will jetzt lachen, du hast schließlich hast du groß rumgetönt, dass du eine Banane in einem Stück in den Mund bekommst!“

Martys Anekdoten 3 – An der Kette

An der Kette

Hilfe suchend schaute Marty sich um. Was sollte er bloß tun? Wie ließen sich die Ketten lösen? Er hatte nicht die leiseste Ahnung.

Verzweifelt ließ Marty seinen Blick schweifen, er wusste sich einfach keinen Rat und zerrte an der Kette, aber diese löste sich einfach nicht. Er kam hier nicht weg, dabei wartete Tim doch auf ihn.

Inzwischen war er leicht panisch. Irgendwie musste er sie doch loswerden. Seine Blicke huschten aufgeregt hin und her in der Hoffnung, so eine Lösung zu finden.

„Meine Güte, wo bleibst du denn?“ Tim bog um die Ecke und kam auf Marty zu.

„Ich bekomme die Kette nicht ab.“

„So macht man das.“ Tim zog eine Münze aus der Hosentasche, steckte sie in den Schlitz und löste damit den Einkaufswagen.

Martys Anekdoten 2 – Kranker Engel

Kranker Engel

„Setz ich hin Marty“, sagte Tim mit besorgtem Gesichtsausdruck.

„Ja,  das ist eine gute Idee.“ Marty ließ sich langsam auf den Stuhl sinken, den Daniel ihm hinschob.

„Du bist ganz weiß im Gesicht, netter Kontrast zu den schwarzen Haaren“, kam es lachend von Daniel.

„Daniel“, zischte Tim, „muss das sein?“

„Was hast du? Ich sage doch nur, wie es ist.“

„Ich glaube, mir ist gar nicht gut“, jammerte Marty und hatte sofort wieder die ungeteilte Aufmerksamkeit der beiden.

„Jetzt siehst du ein wenig grünlich aus“, feixte Daniel, worauf Marty einen Würgelaut von sich gab.

„Kotz bloß nicht auf den Teppich.“ Daniels Feingefühl war einfach unübertrefflich. Tim rollte mit den Augen.

„Ich brauche nur ein Pflaster, ich kann doch kein Blut sehen, dann wird mir immer schlecht“, sagte Marty und hielt anklagend seinen blutenden Daumen in die Höhe.