Versuchung am Strand (Tyler und Luca 2)

Titel: Versuchung am Strand
Reihe: Tyler und Luca
Band: 2
Genre: Gay Romance
Format: E-Book
Erschienen am: 3. August 2015
Erhältlich bei: Amazon

Inhaltsangabe:
Tyler und Luca haben endlich Urlaub und suchen sich als Ferienziel Miami Beach in Florida aus.
Luca träumt von einem geruhsamen Badeaufenthalt, ganz im Gegensatz zu Tyler.
Dieser hat sich schon die besten Shopping Gelegenheiten notiert und zieht es in Erwägung, sich in Miami einen Schrankkoffer zuzulegen.
Des Weiteren hofft er darauf, Luca bei einem nächtlichen Strandspaziergang am Meer verführen zu können.

Der Schnupfen (Tyler und Luca)

Der Schnupfen (Luca und Tyler)

»Aua, mein Kopf.« Tyler wachte an diesem nebligen Novembermorgen mit heftigen Kopfschmerzen auf, die Nacht war von wenig Schlaf geprägt gewesen, da die Nase verstopft und der Hals kratzig war. Alle Zeichen standen auf Erkältung.
»Luca, wach auf, ich bin krank«, rief Tyler laut, da sein Partner noch seelenruhig vor sich hinschnorchelte, während er hier mit dem Tod rang.
»Hm, was … ist?« Luca hob müde ein Augenlied.
»Ich bin krank.«
Luca gähnte ausgiebig, rappelt sich auf und schaute Tyler prüfend an. »Krank? Was hast du denn?«
»Hals – Kopf – und Gliederschmerzen und bestimmt auch Fieber.« Tyler fasste sich an die Stirn. »Mindestens neununddreißig, ich fühle mich ganz heiß an.« Ermattet sank er in die Kissen zurück und stöhnte leidend vor sich hin.
Luca robbte auf Tylers Seite und fand, dass die Stirn sich normal anfühlte. »Du hast kein Fieber.« Innerlich stöhnte Luca, ein vermeintlich kranker Tyler war kaum zu ertragen. Mit Schaudern dachte er an das Theater, dass er gemacht hatte, als ihm die Zahnplombe rausgefallen war.
»Doch habe ich«, röchelte Tyler und schaute Luca mit leidendem Gesichtsausdruck an.
»Ich hole das Thermometer.« Luca schwang die Beine aus dem Bett und kehrte kurz darauf mit dem digitalen Fiederthermometer zurück. »Nicht reden beim Messen, ich koche schon mal Kaffee.« Damit schob er Tyler das Thermometer unter die Zunge.
Luca befüllte die Kaffeemaschine und vernahm dabei das Piepen des Thermometers, schnell eilte er an Tylers Bett und schaute darauf. Es zeigte genau siebenunddreißig Grad an.
»Siehst du, ich bin krank!«
»Von wegen neununddreißig Grad Fieber«, griente Luca.
»Na, die zwei Grad Unterschied, sei mal nicht so pingelig«, jammerte Tyler. »Bestimmt steigt es noch.«
»Soll ich dir Papier und Stift bringen, damit du dein Testament machen kannst?« Lucas Stimme tropfte vor Ironie.
»Klugscheißer!« Tyler zog sich beleidigt die Decke über den Kopf, um darunter diskret mit dem Tod zu ringen.
Luca zuckte die Schultern und verschwand, um sich einen Kaffee zu holen, dessen Duft inzwischen verführerisch durch die Wohnung zog.
»Kaffee«, krächzte Tyler heiser, als er den Kaffeegeruch wahrnahm.
Luca brachte ihm eine dampfende Tasse ans Bett.
Tyler trank direkt einen großen Schluck. »Igitt, das ist ja Tee!« Er spuckte den Tee fast über seine Bettdecke und zog ein angewidertes Gesicht.
»Ja, Kamillentee, du bist doch krank.« Luca tätschelte Tylers Rücken mitleidvoll und hoffte das der nicht sah, wie seine Mundwinkel verräterisch zuckten. Er konnte nur mühsam das Lachen unterdrücken.
Beleidigt stellte Tyler die Tasse auf dem Nachtisch ab und schleppte sich anschließend zum Sofa, auf diesem er sofort erschöpft zusammenbrach. »Luca«, röchelte er, »bring mir doch bitte etwas von dem Kuchen, der von gestern übrig geblieben ist.«
»Kuchen ist gar nicht gut bei Schnupfen. Eine heiße Hühnersuppe hilft viel besser«, bekam er als Antwort von Luca, der am Esstisch saß und genüsslich an seinem Kaffee nippte.
»Suppe?«, fragte Tyler gedehnt. »Um zehn Uhr morgens?«
»Na ja, du bist doch so krank und die hilft auch am frühen Morgen.«
»Okay, dann nehme ich die Suppe. Mein Hals kratzt so entsetzlich, bestimmt schwellen meine Mandeln schon auf Melonengröße an«, jammerte Tyler. Mit letzter Kraft griff er nach der Fernbedienung und schaltete den Fernseher ein. Er zappte durch die Programme, bis er schließlich bei einem Western hängen blieb und diesen lautstark kommentierte. Die Halsschmerzen hatte er wohl vergessen.
Luca beschloss, eine Hühnersuppe im Diner gegenüber zu holen. Er informierte Tyler, der nur abwesend nickte, und huschte schnell auf die andere Straßenseite.
Als er zehn Minuten später die Wohnung betrat, wurde er vorwurfsvoll empfangen. »Wo warst du denn so lange? Wenn das Fieber jetzt gestiegen wäre? Ich hätte noch nicht mal den Notarzt rufen können, das Telefon war nicht in meiner Reichweite. Oder die Mandeln wären angeschwollen, dann wäre ich qualvoll erstickt.« Tyler schaute vorwurfsvoll.
»Ja, du hast recht, ich bin so gemein, weil ich Hühnerbrühe für dich besorgt habe«, nickte Luca, sich das Lachen verkneifend.
Schnell wandte er sich ab und füllte eine großzügige Portion Brühe in einen Teller und balancierte diesen zu Tyler.
»Isst du nichts?«, wollte Tyler wissen, bevor er sich den ersten Löffel in den Mund schob und dabei feststellte, dass sie überhaupt nicht schmeckte. Wo hatte Luca die denn ausgegraben?
»Ich will dir nichts wegessen. Ich bin ja nicht krank. Zum Mittagessen werde ich mir später eine Pizza bestellen.«
»Pizza? Ich könnte aus Solidarität mitessen«, überlegte Tyler laut.
»Du bist krank, ich kann unmöglich von dir verlangen, dass du dein Krankenlager verlässt, um mir Gesellschaft zu leisten. Was für ein Partner wäre ich denn?«
Tyler machte ein besorgtes Gesicht, so war das nicht gedacht, er wolle auch eine Pizza, keine Suppe. »Luca?«
»Ja?«
»Die Brühe schmeckt nicht, ich mag sie eigentlich nicht«, gab Tyler kleinlaut zu.
Luca brach daraufhin in Gelächter aus. »Ich weiß, aber wenn du Schnupfen hast, kann man dir nichts recht machen. Du leidest immer so, als würdest du jeden Moment abtreten, ich wundere mich, dass du noch nie dein Testament geschrieben hast.«
Tyler grinste schief: »Bin ich so ein schlechter Kranker?«
»Schlimmer, ich bin froh, dass du nicht öfters Schnupfen hast.«
»Okay, dann bin ich jetzt offiziell wieder gesund und als Erstes will ich einen Liter Kaffee trinken, der Tee war ja wohl das Letzte. Da war ja noch nicht mal Zucker drin.«
»Ein bisschen Spaß habe ich mir ja wohl auch verdient, wenn du mir die Ohren voll jammerst.« Luca grinste und schüttete Tyler eine große Tasse Kaffee ein und reichte sie ihm. Dieser nahm dankbar einen Schluck und schloss genießerisch die Augen.
»Eine Pizza werde ich später auf jeden Fall essen, die Hühnerbrühe kannst du ja einfrieren. Der nächste Schnupfen kommt bestimmt.«

Ende

Mehr von Luca und Tyler erfahrt ihr in „Verführung auf dem Zahnarztstuhl.“

Erschienen bei:  Amazon

Verführung auf dem Zahnarztstuhl (Tyler und Luca 1)

Verführung auf dem Zahnarztstuhl

Titel: Verführung auf dem Zahnarztstuhl
Genre: Gay Romance
Format: E-Book, Taschenbuch
Erschienen am: 24. September 2014
Erhältlich bei: Amazon

Inhaltsangabe:
Tyler leidet unter Zahnschmerzen und lässt sich nur widerwillig von seinem Lebenspartner Luca überreden, einen Zahnarzt aufzusuchen.
Nachdem Tyler endlich im Behandlungsstuhl sitzt, macht er seinem Freund einen Vorschlag, wie der ihm den Besuch hinterher versüßen könnte …

Eine humorvolle und erotische Kurzgeschichte

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